Selbst gemacht: Baue eine Regentonne an deinem Fallrohr

Selbst gemacht: Baue eine Regentonne an deinem Fallrohr

Regenwasser zu sammeln ist eine einfache und umweltfreundliche Möglichkeit, Trinkwasser zu sparen und gleichzeitig den Garten nachhaltiger zu bewässern. Eine Regentonne lässt sich mit wenigen Materialien selbst anschließen und liefert kostenloses, weiches Wasser für Blumen, Gemüsebeete und Kübelpflanzen. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine eigene Regentonne an das Fallrohr anschließt.
Warum Regenwasser sammeln?
Regenwasser ist kalkarm, kostenlos und ideal für Pflanzen. Durch das Sammeln entlastest du außerdem die Kanalisation bei Starkregen und leistest einen Beitrag zum Umweltschutz. Besonders in trockenen Sommern ist es praktisch, eine eigene Wasserreserve im Garten zu haben.
Je nach Dachfläche kann ein Einfamilienhaus in Deutschland mehrere tausend Liter Regenwasser pro Jahr auffangen – Wasser, das sonst ungenutzt in die Kanalisation fließen würde.
Die richtige Tonne auswählen
Regentonnen gibt es in vielen Varianten – von schlichten Kunststoffmodellen bis zu dekorativen Tonnen in Holzoptik. Du kannst eine fertige Tonne im Baumarkt kaufen oder eine lebensmittelechte Kunststofftonne wiederverwenden.
Achte bei der Auswahl auf folgende Punkte:
- Größe: Für die meisten Gärten reicht eine Tonne mit 200–300 Litern Fassungsvermögen.
- Material: UV-beständiger Kunststoff oder Holz sorgt für Langlebigkeit.
- Deckel: Ein dicht schließender Deckel verhindert, dass Blätter oder Mücken hineingelangen.
- Ablasshahn: Ein Hahn am unteren Rand erleichtert das Befüllen der Gießkanne.
Standort und Vorbereitung
Die Tonne sollte direkt neben einem Fallrohr stehen, am besten auf einem festen, ebenen Untergrund. Pflastersteine oder ein kleiner Sockel sorgen für Stabilität und erleichtern das Ablassen des Wassers.
Prüfe, ob genügend Platz zum Arbeiten vorhanden ist und wohin überschüssiges Wasser abfließen kann, wenn die Tonne voll ist.
So schließt du die Tonne an
- Höhe markieren: Zeichne am Fallrohr die Stelle an, an der der Regensammler montiert werden soll – etwas oberhalb des oberen Randes der Tonne.
- Rohr auftrennen: Schneide das Fallrohr mit einer Metallsäge oder Rohrschere auf und entferne ein passendes Stück.
- Regensammler einsetzen: Montiere den Regensammler nach Herstellerangabe. Die meisten Modelle leiten das Wasser bei Regen in die Tonne und führen es bei voller Tonne automatisch weiter.
- Schlauch anschließen: Verbinde den Regensammler mit der Tonne über den mitgelieferten Schlauch. Achte auf eine dichte Verbindung.
- Hahn montieren: Falls deine Tonne keinen Hahn hat, bohre ein Loch im unteren Bereich und setze einen Ablasshahn mit Dichtung ein.
Zum Test kannst du etwas Wasser in die Dachrinne gießen – so siehst du sofort, ob alles dicht ist und funktioniert.
Pflege und Wintervorbereitung
Damit du lange Freude an deiner Regentonne hast, solltest du sie regelmäßig reinigen. Entferne Laub und Schmutz aus der Dachrinne und spüle die Tonne gelegentlich aus. Wenn das Wasser muffig riecht, ist eine Reinigung fällig.
Im Winter muss die Tonne vollständig entleert werden, damit kein Eis das Material beschädigt. Trenne den Schlauch ab und öffne den Hahn, damit Restwasser ablaufen kann. Wer Platz hat, kann die Tonne trocken im Schuppen lagern.
Regenwasser sinnvoll nutzen
Regenwasser eignet sich hervorragend zum Gießen, aber nicht als Trinkwasser oder für die Küche. Du kannst es auch zum Reinigen von Gartenmöbeln, Werkzeugen oder zum Befüllen des Vogelbads verwenden.
Wenn du mehr Speicherkapazität brauchst, kannst du mehrere Tonnen mit einem Verbindungsschlauch koppeln – so erhöhst du das Volumen, ohne das Fallrohr zu verändern.
Kleine Arbeit, große Wirkung
Eine Regentonne zu installieren dauert nur wenige Stunden, bringt aber langfristig viele Vorteile: Du sparst Trinkwasser, schützt die Umwelt und machst deinen Garten unabhängiger von der Wasserleitung. Ein klassisches Do-it-yourself-Projekt, das sich in jeder Hinsicht lohnt.













